Steigerwald

2. Juli 2017

Tag der Franken in Kitzingen

Der Tag der Franken stand ganz im ZeichIMG_0834en der Diskussion um einen Nationalpark Steigerwald. Jedenfalls außerhalb der offiziellen Feierlichkeiten.

Am Platz vor der Synagoge sammelten sich die Nationalparkbefürworter. Mit Plakaten und Transparenten machten sie lautstark auf die besonders schützenswerte Natur im Steigerwald aufmerksam und verwiesen auf die Chancen die ein Nationalpark für die regionale Entwicklung bringt.

Am Mainkai unterhalb der alten Mainbrücke formierten sich die Gegner der Ausweisung eines Schutzgebietes im Steigerwald und von Nationalparken im Allgemeinen. Man war sogar aus dem Spessart, der Rhön und dem Frankenwald angereist, um in Wort und Schrift lautstark zu äußern, dass Nationalparke die Heimat zerstören würden.

Nicht ganz ausgewogen war die Aufmerksamkeit der anwesenden Politprominenz für die beiden zahlenmäßig etwa gleich starken Gruppen. In Ansprachen direkt am Versammlungsort der Nationalparkgegner verwies Landtagspräsidentin Barbara Stamm auf den Dialogprozess, von dem der Steigerwald allerdings bekanntlich von vornherein ausgeschlossen ist. Innenminister Herrmann betonte an gleicher Stelle, dass es gegen die Mehrheit der Bevölkerung keinen Nationalpark geben wird.

Den Nationalparkbefürwortern wurde soviel Aufmerksamkeit am Versammlungsort nicht zuteil. Das verwundert umso mehr, als sie mit repräsentativen Umfragen aufwarten können, in denen sich eine klare Mehrheit der Bevölkerung vor Ort für einen Nationalpark Steigerwald ausspricht. Also genau das, wonach die Regierungsverantwortlichen seit langem suchen. Es ist an der Zeit, sich dieser Tatsache zu stellen und den Steigerwald in den Auswahlprozess aufzunehmen. Nur so kann der Bevölkerung glaubhaft vermittelt werden, dass es sich um ein gerechtes Verfahren handelt und nicht eine einzelne Region von den Entwicklungsmöglichkeiten von vornherein ausgeschlossen wird.

Barbara Pfeuffer

 

Ein Nationalpark für den Steigerwald!b

Die Staatsregierung plant, nach dem Bayerischen Wald und  Berchtesgaden, einen dritten Nationalpark in Bayern.

In Nationalparken werden einzigartige Naturlandschaften erhalten. In Nationalparken werden die Lebensräume von Pflanzen und Tieren geschützt. Nationalparke tragen damit in hohem Maße zur Erhaltung der Artenvielfalt und der angestammten Natur bei.

Mehr als ein Viertel aller Buchenwälder weltweit liegen in Deutschland. Größere, zusammenhängende Buchenwaldflächen sind selten. Im nördlichen Steigerwald zwischen Erbrach, Gerolzhofen und Eltmann befinden sich etwa 11000 Ha ökologisch wertvoller Buchenwald im Besitz der Bayerischen Staatsforsten. Damit trägt Bayern eine ganz besondere Verantwortung für den Erhalt der Buchenwälder.

Ein Nationalpark ist immer auch ein wirtschaftlicher Zugewinn. Ein Nationalpark trägt zum touristischen Ausbau von strukturschwachen Regionen bei. So wird der ländliche Raum wieder attraktiv. Es entstehen neue  Arbeitsplätze, die Angebote im Öffentlichen Personennahverkehr werden dichter und Einrichtungen der Daseinsvorsorge werden erhalten oder siedeln sich an.

Experten sind sich seit Jahren einig, dass die Buchenwälder im Steigerwald besonders wertvoll und schützenswert sind.

Umso unverständlicher ist es, dass die Region Steigerwald von der Staatsregierung bei der Nationalparksuche explizit ausgeschlossen wurde. Begründet wird dies damit, dass die Bevölkerung vor Ort einen Nationalpark ablehnen würde.

Mittlerweile wurde in einer repräsentativen Umfrage ermittelt, dass fast zwei Drittel der Menschen  in der Region Steigerwald den Nationalpark befürworten. Das ist eine sehr klare Mehrheit. Umso unverständlicher ist es, dass die Staatsregierung weiterhin darauf besteht, den Steigerwald nicht in das Auswahlverfahren aufzunehmen.

Barbara Pfeuffer

Für weitere Info klicken Sie hier:

www.pro-nationalpark-steigerwald.de

www.bund-naturschutz.de

www.verein.nationalpark-nordsteigerwald.de

 

Unterschreiben Sie jetzt!

www.openpetition.de